Serie: Fragen zur Kommunalwahl 2016 – „Grundschulen“

Grundschule Lechtingen. Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst
Grundschule Lechtingen. Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst
Die Redaktion von Wallenhorster.de und der Wallenhorster App hat allen Parteien und Vereinen, die zur Kommunalwahl 2016 antreten, insgesamt acht Fragen gestellt. Im fünften Teil unserer Serie geht es um die bestehenden Grundschulen in Wallenhorst und der Frage, ob an den kurzen Wegen festgehalten wird oder eine Zusammenlegung zur größeren Grundschule vorstellbar ist.

Unsere Frage in diesem Teil unserer Serie lautet daher:

Halten Sie an den fünf Wallenhorster Grundschulen für möglichst kurze Wege dauerhaft fest oder sollte es eine Zusammenlegung dieser geben?

Christlich Demokratische Union Deutschlands in Niedersachsen (CDU):

Wir halten an allen 5 Grundschulen fest! Nicht nur für kurze Wege, sondern auch aufgrund der zufriedenstellenden Auslastung. Keine Grundschule wäre in der Lage eine andere aufzunehmen. Alle 5 Grundschulen müssen wir inklusiv ausstatten und weiter stärken! C. L./D. Sch.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD):

An den Grundschulen in der Gemeinde wird eine hervorragende pädagogische Betreuung der Kinder gewährleistet. Die sinkenden Schülerzahlen sollten im Optimalfall dazu führen, dass in kleineren Klassen noch intensiver auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden kann. Auch durch die Inklusion von Schülern mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen wird der Einsatz der Lehrkräfte weiter gefordert.
In unseren Augen ist der Erhalt der 5 Grundschulen erstrebenswert und aktuell alternativlos. G. P./M. B.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE):

Von den Grünen haben wir leider keine Rückmeldung erhalten.

Freie Demokratische Partei (FDP):

Die Liberalen unterstützen die Grundschulen direkt in den Ortsteilen ausdrücklich („Kurze Beine, kurze Wege!“). Die kleineren und flacheren Strukturen in den Grundschulen vor Ort bieten beste Möglichkeiten für den erfolgreichen Beginn der schulischen Laufbahn unserer Kinder. Für eine Gemeinde der Größe Wallenhorsts ist diese Zahl an Grundschulen auch angemessen. Die Liberalen sind zuversichtlich, dass der Fortbestand aller Grundschulen für die kommende Legislaturperiode und darüber hinaus gesichert ist. Schulschließungen aus kurzfristigen wirtschaftlichen Erwägungen lehnen wir ab.
Mit der FDP gibt es keine Experimente mit den Grundschulen, allerdings ist ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen, um mit stellenweise sinkenden Schülerzahlen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen – z.B. durch die Inklusion – umzugehen. Die FDP setzt hier vor allem auf mehr Kooperationen zwischen den Grundschulen. Insbesondere sollten Lehrkräfte schulübergreifend eingesetzt werden können, um auch bei ggf. weniger Klassenverbänden und einer geringeren Stellenzahl an einzelnen Schulen jederzeit eine verlässliche und qualitativ hochwertige Unterrichtsversorgung durch pädagogische Fachkräfte sicherzustellen. Damit werden organisatorische Vorteile einer Zusammenlegung bei gleichzeitigem Erhalt der Standorte genutzt.
Die besondere Herausforderung Inklusion muss in den kommenden fünf Jahren strukturiert und konsequent, aber mit Augenmaß angegangen werden. So ist z.B. kritisch zu prüfen, ob für jede individuelle Einschränkung an allen fünf Schulen bereits im Vorhinein Ausstattung und Personal vorgehalten werden müssen und sollten. Diese Abwägung ist nicht zuletzt im Sinne der betroffenen Schülerinnen und Schüler, um die bestmögliche Unterstützung trotz der schwierigen finanziellen Situation der Gemeinde sicherzustellen. M. St.

Wallenhorster Wählergemeinschaft (WWG):

Wir halten ohne wenn und aber an den fünf Wallenhorster Grundschulen fest. Eine Zusammenlegung wäre das absolut falsche Signal! Gerade die Grundschüler sollen, unabhängig vom Schulweg, in ihrem sozialen Umfeld (Kindergarten, Elternhaus, Kirche, Freunde pp.) zur Schule gehen. L. M.

DIE LINKE. Niedersachsen (DIE LINKE.):

Selbstverständlich halten wir an den Standorten der Wallenhorster Grundschulen fest, auch dauerhaft. Gerade auch im Sinne der Inklusion gehören kurze Schulwege zu einer modernen Schullandschaft. M. Rie.

Christlich, Demokratisch für Wallenhorst Wählergruppe (CDW/W):

Gerade für die Jüngsten sind kurze Wege ein unschätzbarer Vorteil. Eine Zusammenlegung der Grundschulen streben wir nicht an! Wir wollen jede unserer fünf Grundschulen erhalten! M. G.

Piratenpartei Niedersachsen (PIRATEN):

Kurze Beine, kurze Wege. Ich sehe bei keinem der Standorte eine sinnvolle Zusammenlegungsmöglichkeit aus Schülersicht. Ch. N.

Alle weiteren Fragen und Antworten aus unserer Serie zur Kommunalwahl 2016 gibt es unmittelbar nach Erscheinen hier. Die Serie wird über den Zeitraum bis zur Wahl am 11. September 2016 nach und nach vollständig veröffentlicht. Wir danken den teilnehmenden Parteien und Vereinen für die Beantwortung unserer Fragen und hoffen, dass wir hierdurch noch mehr Transparenz und Informationen für die Wahl 2016 bieten können. Allen wahlberechtigten Wallenhorstern möchten wir Mut machen: Demokratie funktioniert nur durch Ihre und eure Stimme! Daher am Sonntag, d. 11. September 2016 von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr wählen gehen!
Transparenzhinweis: Die Reihenfolge der Parteien in diesem Artikel entspricht der Reihenfolge der „zugelassenen Wahlvorschläge für die Gemeindewahl am 11.09.2016“ der Gemeindewahlleitung. Alle Parteien wurden per E-Mail mit der Bitte angeschrieben, jede Frage in max. vier bis fünf Sätzen zu beantworten.

F. Ro., Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst