Hitziges Derby BW Hollage krönt sich zum Meister

So sehen Meister aus: Die erste Herren feiert den Titel in der Bezirksliga. Foto: Markus Noldes
Freudentaumel am Benkenbusch: Die erste Herren von Blau-Weiss Hollage holt Dank eines 1:1 gegen Eintracht Rulle den Titel und steigt damit in die Landesliga auf. Zuvor wurde es auf dem Platz richtig hitzig.

Es hatte so gut angefangen: Keine drei Minuten waren gespielt, da netzte Jonas Holstein zur Führung. Thorsten Lübben flankte von rechts ungehindert und Holstein nickte den Ball in die Maschen. Danach entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit leichten Vorteilen für Hollage, aber zwingend vor das Tor der Ruller kam man lange nicht. “So ein frühes Tor ist Fluch und Segen zugleich. Wir hätten den Sack mit dem 2:0 zumachen können. So blieb es lange spannend. Da ist ein 1:0 einfach undankbar “, fasste Trainer Lennart Süllow die Situation nach dem Spiel zusammen. Mit dem “fast” 2:0 meint Süllow die 41. Minute. Torben Lübben scheitert gleich doppelt am starken Marvin Staar. So bleib es beim 1:0 zur Pause.

Hollage kommt blaß aus der Pause – Gelb-Rot für Gramann

Doch die Auszeit hatte den Hollagern nicht neue Kräfte beschert. Im Gegenteil: Rulle schickte sich langsam an, das kampfbetonte Spiel zu übernehmen, ohne große Chancen zu kreieren – bis zu 68. Minute. Da erzielte Sören Ludwig sein erstes Saisontor. Mit diesem Treffer kam Druck ins Spiel. Die Hollager wurden in die eigene Hälfte gedrängt und die Eintracht kam mehrfach gefährlich nah vors Tor. Auch zwischen den Spielern wurde es giftiger. Bei jeder Aktion wurde in die eine oder andere Richtung lamentiert.

In der 81. Minute meinte es dann Jonas Gramann etwas zu gut mit dem Zeit lassen. Da er schon verwarnt hatte, musste er mit Gelb-Rot vom Platz. Nun knallte es immer wieder zwischen den Spielern. Man merkte, dass Rulle dem Nachbar unbedingt den Titel stehlen wollte. Doch nach sechs langen Minuten Nachspielzeit der Abpfiff.

“Wir wollten nicht noch ein Jahr warten”

“Endlich” wie Süllow sagt: “Gefühlt haben wir heute 200 Minuten gespielt. Das Gefühl mit Abpfiff war unbeschreiblich. Darauf haben wir hingearbeitet. Wir wollten unbedingt aufsteigen und nicht noch ein Jahr warten.” Danach gab es dann den Feierbefehl. Was am Wochenende noch so passiert, wurde aber noch nicht verraten. “Ich hab schon alles mit meiner Frau geklärt. Wir haben da was vorbereitet”, so Süllow.

Text und Foto: Markus Noldes

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Markus Noldes

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