Sieben schnelle Fragen an Lisa Böge: “Bezahlbarer Wohnraum, bereitgestellt von der Gemeinde”

Lisa Böge (dritte von links) mit ihren MitstreiterInnen Fabienne Schröder (v.l), Erik Frerker und Alexander Mack. Foto: privat

Sieben KandidatInnen, sieben schnelle Fragen – unser Format zur Wahl. Heute mit Lisa Böge, Bürgermeisterkandidatin der Linken.

1. Ich wäre eine gute Wahl als Bürgermeister, weil…

mein Fokus auf sozialer Politik liegt, von der alle WallenhorsterInnen profitieren und die das Leben spürbar verbessert.

2. Mein wichtigstes politisches Anliegen ist…

bezahlbarer Wohnraum, der von der Gemeinde bereitgestellt wird und an dem kein privater Investor sich bereichert.

3. Für mich macht Wallenhorst besonders:

die Mischung aus Nähe zu Osnabrück und der Natur direkt vor der Haustür – vom Kanal über den Piesberg bis zu den zahlreichen kleinen grünen Ecken (eine große grüne Ecke wird der Park auf der Grünen Wiese)

4. In Wallenhorst findet man mich außer Zuhause häufig…

am bzw. im Kanal oder am Piesberg.

5. Folgendem Wallenhorster / Wallenhorsterin würde ich eine Straße widmen:

Luise Fabeyer, (geb. Langemeyer in Lechtingen) und ihrem Sohn Fritz Fabeyer würde ich eine Straße widmen. Fritz wurde mit nur 18 Jahren wegen Fahnenflucht von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt und 1943 hingerichtet. Seine Mutter kämpfte nach dem Krieg um die Anerkennung des ihr und ihrem Sohn widerfahrenen Unrechts, doch ihr Anspruch auf Entschädigung wurde von den Gerichten abgelehnt. Ihre Geschichte zeigt nicht nur die Verfolgung durch das NS-Regime, sondern auch, den Kampf der Opfer und Angehörigen in der Nachkriegszeit um Anerkennung, die sie letztendlich dennoch nicht erhielten. Eine nach Luise und Fritz Fabeyer benannte Straße würde an beide erinnern und ein Zeichen gegen das Vergessen dieses doppelten Unrechts setzen.

6. Wenn andere mich nach Wallenhorst fragen, antworte ich,

dass Wallenhorst mein Zuhause ist, mit viel Natur, unterschiedlichen Ortsteilen und Menschen, die sich einbringen und füreinander da sind. Vieles ist hier schon richtig schön – und bei anderem gibt es noch einiges zu tun, damit Wallenhorst für alle ein guter Ort zum Leben ist.

7. Wenn ich Bürgermeister bin, werde ich als erstes…

Mit der Planung des Parks auf der grünen Wiese beginnen 😉

Über den Autor

Markus Noldes

Nach ersten Gehversuchen beim Sonntags Report in Leer, entdeckte Noldes seine Leidenschaft für den Journalismus im Jahr 2008. Sein Volontariat machte er beim Bremer Weser Report, wo er zunächst drei Jahre den Lokalteil Huchting/Stuhr verantwortete, ehe er die Ressorts Kultur und Online übernahm. Seit 2014 ist er mit einer Marketingagentur mit Fokus Social Media Content / Video selbstständig. Im Mai 2026 übernahm er die redaktionelle Leitung von wallenhorster.de

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