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Landkreis Osnabrück prüft weitere Busse für Schülerbeförderung

Der Landkreis Osnabrück prüft, ob weitere Busse für die Schülerbeförderung eingesetzt werden müssen. Symbolfoto: Mario Venzlaff / Pixabay
Der Landkreis Osnabrück prüft, ob weitere Busse für die Schülerbeförderung eingesetzt werden müssen. Symbolfoto: Mario Venzlaff / Pixabay
Nach dem Beschluss des Landes Niedersachsens, dass das neue Schuljahr im Regelbetrieb beginnt, steht insbesondere die Frage der Schülerbeförderung im Mittelpunkt. Der Landkreis Osnabrück und die Unternehmen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) überprüfen derzeit, ob bei stark frequentierten Linien zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden müssen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können.

Eine unbegrenzte Erweiterung an Fahrten ist allerdings nicht möglich: Sollten alle Schülerinnen und Schüler mit einem Beförderungsanspruch das Recht nutzen, Bus zu fahren, würde die siebenfache Anzahl an Fahrzeugen und Personal benötigt, um den 1,5-Meter-Abstand einhalten zu können. Insofern werden die VOS Verkehrsgemeinschaften in Abstimmung mit der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO) zusätzliche Kapazitäten schaffen, wenn auf einzelnen Linien die Fahrgäste „dicht-an-dicht“ stehen. Um bei Bedarf reagieren zu können, wird zudem geprüft, ob Reisebusse zum Einsatz kommen, um den Schülerverkehr zu entlasten. Allerdings: Diese Option kann nur im Einzelfall helfen, da Busse nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. So sind einige Fahrzeuge abgemeldet oder das Fahrpersonal steht nicht zur Verfügung. Hinzu kommt, dass zahlreiche Busse durch den wieder eingesetzten Reiseverkehr im Einsatz sind. Andere Fahrzeuge sind wiederum nicht für den Schülerverkehr geeignet.

Entlastung bringt, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Der Landkreis Osnabrück appelliert an die Familien, dass das auch weiterhin der Fall ist, wenn Alter der Kinder und die Entfernung zur Schule dies zulassen.

Die Schülerbeförderung während der Corona-Krise umfasst allerdings nicht nur die Buskapazitäten. Um das Risiko durch den fehlenden Abstand zu minimieren, wurden bereits vor mehreren Wochen Verhaltensregeln und ein Hygienekonzept für den Öffentlichen Personennahverkehr aufgestellt. Hierzu zählt insbesondere die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Die Regeln wurden an allen Haltestellen und auch in den Schulen ausgehängt. Nach ersten Einschätzungen der Verkehrsbetriebe halten sich die meisten Schülerinnen und Schüler in den Bussen an die Verhaltensregeln. Zudem ist der Großteil der Busse mit Klimaanlagen ausgestattet, so dass es einen ständigen Luftaustausch gibt.

Die Corona-Regelungen gelten bereits an der Haltestelle. Hier ist ausreichend Platz für das Einhalten des Abstands. Nach den vorliegenden Informationen werden die Regeln an der Haltestelle – anders als in den Bussen selber – allerdings von einigen Schülerinnen und Schülern nicht beachtet.  Im Bereich vom Hauptverkehrslinien werden Schülerinnen und Schüler ausdrücklich gebeten, nach Möglichkeit auch alternative Busse einer Linie zu nutzen. So fährt beispielsweise von Belm nach Osnabrück eine Verbindung im Zehnminutentakt.

H. M.-D./lkos/pm, Symbolfoto: Mario Venzlaff / Pixabay

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