Sieben schnelle Fragen an: Markus Steinkamp: “Brauchen klare Prioritäten”

Markus Steinkamp tritt für die FDP zur Bürgermeisterwahl an. Foto: privat

Sieben KandidatInnen, sieben schnelle Fragen – unser Format zur Wahl. Heute mit Markus Steinkamp, Bürgermeisterkandidat der FDP.

Ich wäre eine gute Wahl als Bürgermeister, weil …

ich Verwaltung, Wirtschaft und Kommunalpolitik aus eigener Erfahrung kenne. Als Beamter bei der Deutschen Bundesbank habe ich gelernt, wie Verwaltung funktioniert. Durch Stationen vom DAX-Konzern bis zum inhabergeführten Mittelständler weiß ich, wie Wirtschaft funktioniert. Seit zehn Jahren mache ich Kommunalpolitik im Gemeinderat und im Kreistag. Ich weiß, wie Entscheidungen zustande kommen, was sie kosten und wie man sie erfolgreich umsetzt.

2. Mein wichtigstes politisches Anliegen ist:

Wallenhorst braucht solide Finanzen und klare Prioritäten. Als Familienvater möchte ich Probleme nicht durch neue Schulden auf zukünftige Generationen abwälzen. Deshalb müssen wir zuerst das Notwendige erledigen, bevor wir neue Wünsche erfüllen. Es passt nicht, immer neue Projekte zu beginnen, während unsere Straßen seit Jahren auf Sanierung warten. Solide Finanzen schaffen den Spielraum für die Zukunft.

3. Für mich macht Wallenhorst besonders:

Wallenhorst wird durch die Menschen besonders. Ohne die Menschen ist jeder Ort austauschbar. Vereine, Verbände und viele Ehrenamtliche übernehmen hier Verantwortung füreinander und machen unsere Gemeinde lebendig. Ich bin 20 Jahre in Hollage aufgewachsen und lebe seit mehr als 13 Jahren in Rulle, aber dazwischen habe ich gut zehn Jahre in Frankfurt am Main gelebt und gearbeitet. Mit dem Blick von außen erkennt man manches Problem besser, lernt jedoch auch Wallenhorst und die Gemeinschaft hier noch mehr zu schätzen.

4. In Wallenhorst findet man mich außer Zuhause häufig:

Wenn ich nicht zu Hause bin, findet man mich oft auf dem Fahrrad oder im Rathaus. Kommunalpolitik ist ein Ehrenamt, das viele Gespräche, Termine und Sitzungen mit sich bringt.

5. Folgendem Wallenhorster / Wallenhorsterin würde ich eine Straße widmen:

Ich würde Irmgard Vogelsang eine Straße widmen. Sie war nicht nur langjährige Landtagsabgeordnete, sondern auch meine Nachbarin und hat mir früh gezeigt, dass Politiker ganz normale Menschen sind. Besonders beeindruckt hat mich ihr Engagement für die deutsch-polnische Verständigung. Gerade heute sind Offenheit und gute Nachbarschaft in Europa wichtiger denn je.

6. Wenn andere mich nach Wallenhorst fragen, antworte ich:

Wallenhorst ist Heimat.

7. Wenn ich Bürgermeister bin, werde ich als erstes…

das Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern des neu gewählten Rates suchen. Wir schauen gemeinsam, für welche Ziele es Mehrheiten gibt und wie wir Wallenhorst auf dem richtigen Weg in die Zukunft steuern. Ich habe bereits mit allen demokratischen Akteuren vertrauensvoll zusammengearbeitet und suche über Parteigrenzen hinweg nach Lösungen.

Über den Autor

Markus Noldes

Nach ersten Gehversuchen beim Sonntags Report in Leer, entdeckte Noldes seine Leidenschaft für den Journalismus im Jahr 2008. Sein Volontariat machte er beim Bremer Weser Report, wo er zunächst drei Jahre den Lokalteil Huchting/Stuhr verantwortete, ehe er die Ressorts Kultur und Online übernahm. Seit 2014 ist er mit einer Marketingagentur mit Fokus Social Media Content / Video selbstständig. Im Mai 2026 übernahm er die redaktionelle Leitung von wallenhorster.de

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