Sieben schnelle Fragen an: Marion Müssen: “Das ‘WIR’ steht im Mittelpunkt”

Marion Müssen tritt als parteilose Kandidatin für das Bürgermeisteramt an. Foto: privat

Sieben KandidatInnen, sieben schnelle Fragen – unser Format zur Wahl. Heute mit Marion Müssen, parteilose Bürgermeisterkandidatin.

1. Ich wäre eine gute Wahl als Bürgermeister, weil …

ich Verwaltung, Politik und die Anliegen der Bürger*innen miteinander verbinden kann. In meinem „Überseekoffer“ an Erfahrung steckt alles drin, 20 Jahre Ratstätigkeit, 40 Jahre Ehrenamt für die Gemeinde, 20 Jahre Selbständigkeit und leitende Bürotätigkeit in Politik, Handwerk und Immobilienbranche. Ich bin verheiratet, habe vier Kinder und 11 Enkelkinder und ich weiß die Vielfalt unserer Gesellschaft zu schätzen. Parteilos und unabhängig bin ich in der Lage, die Sachentscheidung in den Mittelpunkt zu rücken. 

2. Mein wichtigstes politisches Anliegen ist…

die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde zu erhalten, damit Themen wie der demographische Wandel, Wohnungsbau, Naherholung, Mobilität, sozialer Zusammenhalt und natürlich Nahversorgung, Infrastruktur und Arbeitsplätze erhalten und gestärkt werden. Das „WIR“ steht bei mir im Mittelpunkt, denn wir sind hier zu Hause, verantwortlich für die Gemeinde und den Zusammenhalt. 

3. Für mich macht Wallenhorst besonders:

die hohe Wohn- und Lebensqualität, aber auch die Nähe zur Stadt Osnabrück. Wir leben in einer Gemeinde mit mehr als 100 Vereinen und Verbänden, die einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten und die zum Teil Aufgaben in Bereichen, übernehmen, die der Staat und die Kommune nicht allein abdecken können.

4. In Wallenhorst findet man mich außer Zuhause häufig…

beim Einkauf in den örtlichen Geschäften, auf dem Fahrrad, bei allen Treffen im Bürgerbus-Verein und natürlich bei meiner großen Familie, die ebenfalls in Wallenhorst lebt. 

5. Folgendem Wallenhorster / Wallenhorsterin würde ich eine Straße widmen:

Helmut Lahrmann, der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Wallenhorst, war mein politischer Lehrmeister. Der hohe Qualitätsstandard in Kindergärten und Schulen, der Bau aller Mehrzweckhallen in vier Ortsteilen trägt bis heute seine Handschrift. Vereine und Verbände haben durch ihn große Wertschätzung erfahren. Egal wo er unterwegs war, immer hatte er den Haushaltsplan unter dem Arm, wusste Wünsche, politische Beschlüsse mit den finanziellen Möglichkeiten zu vereinbaren. Mit ihm war Politik auf kurzem Wege und unbürokratisch möglich.

6. Wenn andere mich nach Wallenhorst fragen, antworte ich:

Wir sind eine Sandwich-Gemeinde, liegen zwischen dem Oberzentrum Osnabrück und dem Mittelzentrum Bramsche, aber was ist das Beste am Sandwich? Die köstliche Mitte 😊 In Wallenhorst lebt man ruhig und ohne eine hohe Kriminalitätsrate. Wir verfügen über ein beachtliches Gewerbegebiet mit einem guten Branchenmix und Zukunftspotential. Für Familien sind wir ein attraktiver Wohnort, denn Kindergärten, Schulen und Sportanlagen sind exzellent aufgestellt.

7. Wenn ich Bürgermeister bin, werde ich als erstes…

die Bebauung der Grüne Wiese umsetzen. Wir sind Eigentümer der Fläche und haben einen Rahmenplan. Hier muss der B-Plan aufgestellt werden, der feste Vorgaben macht für eine harmonische Gestaltung. Nicht ein EIN Investor ist gefragt sondern mehrere Investoren, vorzugsweise aus Wallenhorst und der Region Osnabrück, sollen sich um die Baulose bewerben können. Damit kämen vermutlich auch örtliche Handwerksbetriebe und Zulieferfirmen zum Zuge.

Über den Autor

Markus Noldes

Nach ersten Gehversuchen beim Sonntags Report in Leer, entdeckte Noldes seine Leidenschaft für den Journalismus im Jahr 2008. Sein Volontariat machte er beim Bremer Weser Report, wo er zunächst drei Jahre den Lokalteil Huchting/Stuhr verantwortete, ehe er die Ressorts Kultur und Online übernahm. Seit 2014 ist er mit einer Marketingagentur mit Fokus Social Media Content / Video selbstständig. Im Mai 2026 übernahm er die redaktionelle Leitung von wallenhorster.de

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