So hatte es sich das Prinzenpaar des Kolping-Karneval-Clubs (KKC) Hollage, Prinz Albin I. und Prinzessin Marika I. (Albin und Marika Sonneck) gewünscht: kunterbunt wie Konfetti. Und genauso feierte der KKC mit seinen Gästen im seit Wochen ausverkauften Saal des Gasthauses Barlag am Freitag, 13. Februar, sein großes Kostümfest.
Den ersten Höhepunkt setzte Hilla Heien direkt zu Beginn. Die Entertainerin vom Niederrhein verstand es mit Anekdoten über Blind Dates („ein blindes Datum, aber geil – du musst nicht waschen, nicht kochen, nicht bügeln …“), einer „Dörti Dänzing“-Showeinlage mit Wallenhorsts stellvertretendem Bürgermeister André Schwegmann sowie Gesangsdarbietungen die Stimmung „von Null auf Konfetti“ hochzufahren. So saß bereits rund 30 Minuten nach Beginn des Festes niemand mehr auf seinem Platz. Stattdessen zogen alle Närrinnen und Narren fröhlich in einer Polonaise durch den Saal – inklusive Elferrat.
Der Weg war somit bereitet für einen besonderen Auftritt: den letzten von Funkenmariechen Maja Torbecke. „Du standest viele Jahre für uns auf der Bühne und hast dabei Höhen und Tiefen durchschritten“, sagte KKC-Präsident Ansgar Speer emotional. „Zwei Jahre musstest du verletzt pausieren, aber du hast dich immer wieder zurückgekämpft. Du hast Freude in unsere Herzen getanzt.“ Er dankte ihr herzlich mit einem Präsent, während das Publikum unterstützt von DJ Rolf „Maja-hii, Maja-huu, Maja-hoo, Maja-ha-a“ musikalisch mit stehenden Ovationen feierte.
Bunt gemischtes Programm
Abschied nimmt derweil auch „Howie“ auf seiner Tour. Dennoch nahm er sich die Zeit für einen Zwischenstopp in Hollage und bot zu Ehren des Prinzenpaares seinen neusten Song „Hey KKC“ dar. Für Prinz Albin und Prinzessin Marika traute sich auch deren Kolping-Familienkreis auf die Bühne und präsentierte ein Puppenspiel der besonderen Art. Die einzige, die „nicht auf die Party eingeladen“ war, aber trotzdem kam, war „Albins Putzfrau“ Matta von Schibulsky. Die Dortmunderin (und „Fan der Sieger-Mannschaft“) unterhielt die Gäste bestens mit ihrem Ruhrpott-Charme.
Die Närrinnen und Narren mit „aufs Amt“ nahmen derweil Kai Hörnschemeyer und Leon Siebrands. Sie gaben Einblicke in die Arbeit einer Turbo-Verwaltung mit betrunkenen Paragrafen und tanzenden Büroklammern. Vor die Tür des Rathauses schauten „Tommy und Spezi“ (Thomas Torbecke und Ansgar Speer) und berichteten musikalisch vom Wahlkampffieber in Wallenhorst sowie von Bus und Bahn und sonstigen Verkehrsproblemen.
Eingerahmt wurden die Programmpunkte wie gewohnt von den KKC-Showtanzgruppen sowie dem Männerballett, in dem auch Prinz Albin selbst sein tänzerisches Können präsentierte.
Am Rande notiert
Prinz Albin I. nutzte die Bühne auf dem Kostümfest, um sich ganz besonders bei Gregor Siebrands zu bedanken. Er habe ihn vor einigen Jahren in den Hollager Karneval geholt und ihm die Regentschaft somit überhaupt erst ermöglicht. Siebrands ließ auf der Bühne sein Showtalent aufblitzen, was in KKC-Kreisen durchaus als Bewerbung auf die Nachfolge von Albin gewertet werden könnte. Auch besonders, aber nicht erwähnt: Erstmals in der Geschichte des Kolping-Karneval-Clubs nahmen an diesem Abend zwei Frauen Platz in den Reihen des Elferrats. Experiment geglückt: die beiden verbreiteten – zumindest aus dem Blickwinkel des Publikums betrachtet – mehr Stimmung als die übrigen Herren in der Riege zusammen. Zum Abschluss warf Ansgar Speer noch einen kurzen Blick auf die kommende Session. Dann feiert der KKC sein 80-jähriges Bestehen mit den Reppischfägern aus der Schweiz als Gäste.
Fotos vom Kostümfest stehen auf der Internetseite kolping-hollage.de/karneval zur Verfügung.
A. Th. / Kolpingsfamilie Hollage, Fotos: Kurt Flegel





