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Kebschull und Griesert warnen vor zweiter Corona-Welle

Kebschull und Griesert warnen vor zweiter Welle und bitten um Verzicht auf alle unnötigen Treffen und Kontakte. Symbolfoto: congerdesign / Pixabay
Kebschull und Griesert warnen vor zweiter Welle und bitten um Verzicht auf alle unnötigen Treffen und Kontakte. Symbolfoto: congerdesign / Pixabay
Die zweite Welle bei Corona droht nicht, sie läuft schon: Laut Robert-Koch-Institut sind die Ansteckungszahlen aktuell so hoch wie noch nie. Angesichts dieser höchst alarmierenden Zahl an Neuinfektionen appellieren Landrätin Anna Kebschull und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert an die Menschen in Landkreis und Stadt Osnabrück, die Gefahr sehr ernst zu nehmen und auf alle unnötigen Kontakte und Aktivitäten zu verzichten.

„Der erste Gedanke sollte nicht sein, wie man die geltenden Vorschriften möglichst weit dehnen und ausnutzen kann, sondern der erste Gedanke sollte immer sein, wie man das Risiko einer Ansteckung möglichst gering hält,“ so Landrätin Kebschull und Oberbürgermeister Griesert. Es sei zwar verständlich, dass die Menschen von den stetigen Mahnungen genervt seien, aber die Gefahr steige gerade jetzt wieder von Tag zu Tag.

Durch die geringen Infektionszahlen in den Sommermonaten habe sich bei vielen Menschen eine gewisse Nachlässigkeit etwa beim Tragen der Alltagsmasken oder beim Abstandhalten bei Feiern und Treffen eingeschlichen, so die beiden Spitzen von Landkreis und Stadt: „Wir müssen aber ganz dringend wieder zurück zu der großen Aufmerksamkeit, die uns zu Beginn der Pandemie geholfen hat, die Ansteckungszahlen relativ klein zu halten.“ Oberbürgermeister Griesert warnte davor, die in der Stadt Osnabrück derzeit im Vergleich zum Landkreis noch geringere 7-Tage-Inzidenz als Beruhigung zu nehmen: „Wir sehen in ganz Niedersachsen, wie schnell die Zahl der Ansteckungen explodieren kann.“ Dabei komme es auch bei privaten Treffen zu Ansteckungen.

Kebschull und Griesert bitten gemeinsam darum, auch rechtlich noch erlaubte Treffen und Veranstaltungen kritisch zu hinterfragen: „Ob die Weihnachtsfeier oder die Jahreshauptversammlung des Vereins oder der Stammtisch in diesen Tagen unbedingt sein müssen, sollte in jedem Einzelfall abgewogen und die Treffen wenn eben möglich abgesagt werden.“ Die Gerichte hätten bei ihren Urteilen etwa zum Beherbergungsverbot betont, dass der Umgang mit möglichen Risiken ganz bewusst in der freien Entscheidung der Menschen liege. Daraus folge, dass jeder Mensch bei seiner Entscheidung immer auch seine Verantwortung für seine Mitmenschen genau bedenken müsse.

Auch von den derzeit noch wenig durch Corona beanspruchten Kapazitäten der Krankenhäuser sollten sich die Menschen nicht fälschlicherweise beruhigen lassen, zumal auch hier die Tendenz nach oben weise: „Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen leider, dass die Ansteckungswelle hier mit einer gewissen Verzögerung, dann aber mit aller Wucht ankommt.“ Deshalb seien jedes abgesagte Treffen und jede dadurch vermiedene Möglichkeit einer Ansteckung wichtige Schritte gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Virus: „Nun ist jede und jeder gefragt, ihren und seinen Beitrag zu leisten und das Gemeinwohl über das Privatvergnügen zu stellen.“

B. Ri./lkos/pm, Symbolfoto: congerdesign / Pixabay

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