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FDP: Zukunftsthemen für Bürgerinnen und Bürger

Noch leere Mülleimer müssen nicht geleert werden, hier am Beispiel der nach FDP-Anfrage installierten Mülleimer am Prozessionsweg in Rulle. Foto: FDP Wallenhorst
Noch leere Mülleimer müssen nicht geleert werden, hier am Beispiel der nach FDP-Anfrage installierten Mülleimer am Prozessionsweg in Rulle. Foto: FDP Wallenhorst
Die Wallenhorster FDP erörtert Chancen und Mehrwerte der Digitalisierung. Eine Pressemitteilung der FDP.

Eines der Kernthemen der Wallenhorster FDP ist die Nutzung digitaler Konzepte in der Gemeinde, um nachhaltiges Wachstum, Kostenoptimierung, Chancengleichheit und diskriminierungsfreien Zugang zu Behörden zu ermöglichen. Dr. Marco Barenkamp, Spitzenkandidat der FDP gibt einen Überblick über die Zukunftsthemen auch für Wallenhorst:

E-Government: Unter diesem Begriff versteht man Verwaltungsdienstleistungen, die digital von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden, um den Bürgerinnen und Bürgern idealerweise an jedem Tag der Woche und zu jeder Uhrzeit „virtuelle“ Behördengänge zu ermöglichen. Dies kann die Beantragung eines Reisepasses sein oder auch die Registrierung eines neuen Unternehmens. Dr. Marco Barenkamp: „Wir denken, dass Bürgerinnen und Bürger, die kein eigenes Auto haben oder die nicht mehr so mobil sind, Probleme haben, notwendige Behördengänge zu erledigen. Außerdem sind die Bürgerinnen und Bürger es zunehmend gewohnt, viele Dinge bequem von zu Hause aus zu erledigen. Warum also nicht auch in Bezug auf die Verwaltung?“

Open Government: Verwaltungen sollten ihre Daten mit Ausnahme von personenbezogenen und sicherheitsrelevanten Daten für alle zur Verfügung stellen. Die Bürgerinnen und Bürger können sich dann besser darüber informieren, wie eine Kommune beispielsweise ihre Haushaltsmittel einsetzt. „Öffentliche Verwaltungen zeigen sich immer transparenter und das ist auch gut so. So wird mehr Nähe zwischen Bürgerinnen und Bürger und der Verwaltung hergestellt, wodurch Entscheidungen vermehrt gemeinschaftlich mitgetragen werden.“, so Barenkamp.

Bedarfsorientierte Schülerbeförderung: Rückläufige Fahrgastzahlenbei der Schülerbeförderung führen vor allem in ländlichen Regionen dazu, dass Schulbusse im Linienverkehr weite Strecken zurücklegen, während sie keine oder nur vereinzelt Schülerinnen und Schüler befördern. Hier greift die bedarfsorientierte Schülerbeförderung. „In einem Modellversuch der Stadt Olfen mit ca. 13.000 Einwohnern konnte eine Einsparung um fast 40% der gefahrenen Kilometer festgestellt werden. Das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem auch klimatechnisch ein Mehrwert, der durch intelligente Nutzung der Digitalisierung möglich wird.“, unterstreicht Barenkamp. Es werden dabei nicht die festen Linienverläufen der Busse genutzt, sondern man orientiert sich an den Wohnorten der Passagiere. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält einen entsprechenden Fahrausweis, auf dem georeferenzierte Daten zur Zielhaltestelle hinterlegt sind. Beim Einsteigen wird der Ausweis eingescannt und eine Software berechnet anschließend direkt vor Ort die optimale Route. Die Schülerinnen und Schüler werden so auf dem schnellsten Weg nach Hause gebracht, ohne dass der Bus Haltestellen ansteuert, an denen niemand aussteigt.

Intelligente Papierkörbe: Die in einer Gemeinde aufgestellten Abfalleimer werden hierbei mit Füllstandsensoren und Kommunikationsanlagen ausgestattet, sodass diese ihren Füllstand dann an vorbeifahrende Müllfahrzeuge oder das Entsorgungsunternehmen schicken können. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Aufzeichnung der Nutzung des jeweiligen Mülleimers und so kann ermittelt werden, welche Mülleimer regelmäßig und frühzeitig voll sind und welche erst nach vielen Wochen. Dies ermöglicht nicht nur die proaktive Erkennung defekter Mülleimer, sondern dadurch können die Routen für die einzelnen Müllfahrzeuge optimiert und der Entsorgungsprozess effizienter gestaltet werden, was wiederum der Wirtschaftlichkeit und dem Klima hilft.

„Die Möglichkeiten moderner IT-Systeme und zuverlässiger Infrastrukturen sind bemerkenswert. Oftmals hören sich die Anwendungsfälle futuristisch und fiktiv an, aber viele dieser zuvor genannten Punkte wurden bereits in Kommunen erfolgreich umgesetzt. Das können wir in Wallenhorst doch auch!“, so Barenkamp abschließend.

M. St./FDP, Foto:

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FDP Wallenhorst

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