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FDP Wallenhorst setzt sich für Erhalt des Kunsthandwerkermarktes ein

Haselandhalle in Wallenhorst. Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst
Haselandhalle in Wallenhorst. Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst
Für die Freien Demokraten sind Flohmärkte am Sonntag beliebte Ausflugsziele. Die FDP Wallenhorst setzt sich daher für den Erhalt des Kunsthandwerkermarktes ein.

Schon seit vielen Jahren locken Kunsthandwerker Besucherinnen und Besucher in die Haselandhalle nach Hollage. „Die Veranstaltung ist regelmäßig gut besucht und auf Anbieterseite ausgebucht. Dieser Markt ist ein beliebtes Ausflugsziel und hat dem Verein Heimathaus Hollager Hof immer auch Einnahmen gebracht, die hier vor Ort gut angelegt sind“, sagt der Wallenhorster Ratsherr Markus Steinkamp.

Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hat sich bedauerlicherweise die Genehmigungspraxis vieler Städte und Gemeinden in Niedersachsen für gewerbliche Flohmärkte geändert. So auch in Wallenhorst, wo der Kunsthandwerkermarkt am 11. Februar wieder sein vielfältiges Angebot bieten sollte. Nun zieht der Markt kurzfristig nach Westerkappeln (NRW). Verantwortlich ist dafür keinesfalls die Verwaltung in Wallenhorst, sondern die Gesetzgebung bzw. Rechtsprechung in Niedersachsen, die aus Gründen des Sonntagsschutzes keine andere Möglichkeit lässt. Hier gilt es anzusetzen. Markus Steinkamp ergänzt: „Der Kunsthandwerkermarkt fällt ja auch als Besuchermagnet für das begleitende ehrenamtlich organisierte Sonntags-Cafe weg, bei dem ordentliche Spenden für Wallenhorster Einrichtungen gesammelt wurden. Dies können unmöglich die kommerziellen Veranstaltungen sein, die der Gesetzgeber am Sonntag verhindern will.“

„Eine landesweite Petition zum Erhalt von Flohmärkten und die darauf erfolgte Resonanz zeigten, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger den Erhalt solcher Flohmärkte am Sonntag wünschten.“, ergänzt Manfred Hörnschemeyer von den Freien Demokraten. „Diese Flohmärkte sind auch Teil der Freizeitgestaltung für die Menschen im Osnabrücker Land und nicht in erster Linie Konsumveranstaltungen.“ Zudem seien die Anbieter von Waren in der Regel Kleinunternehmer und Selbstständige ohne Mitarbeiter. „Der Sonntagsschutz kann kein Argument sein, um Flohmärkte nicht mehr zu genehmigen“, erklärt Hörnschemeyer und fügt hinzu: „Den Menschen und Einrichtungen hier vor Ort in Wallenhorst nützt es erst recht nicht, wenn die Händler auf Verkaufsplattformen im Internet wie DaWanda, etsy oder Amazon Handmade ausweichen müssen. Die sind problemlos auch sonntags nutzbar und von der deutschen Verbotskultur profitieren am Ende andere.“

Die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hat bereits eine Änderung des Feiertagsgesetzes in den Landtag eingebracht, damit Flohmärkte auch künftig erhalten bleiben können. Die FDP Wallenhorst hofft, dass der Verlust weiterer Traditionen verhindert werden kann und dass zukünftig der Kunsthandwerkermarkt wieder in Wallenhorst seine Türen öffnen wird.

M. St./pm, Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst

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