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Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Ratsmitglieder und Vereinsvertreterinnen zeigen gemeinsam mit Bürgermeister Otto Steinkamp (rechts) und Kornelia Böert (4. von rechts) Flagge gegen Gewalt an Frauen. Foto: André Thöle
Ratsmitglieder und Vereinsvertreterinnen zeigen gemeinsam mit Bürgermeister Otto Steinkamp (rechts) und Kornelia Böert (4. von rechts) Flagge gegen Gewalt an Frauen. Foto: André Thöle
Während der Einzelhandel zum sogenannten „Black Friday“ nahezu global mit schwarz gestalteten Werbebotschaften auf sich aufmerksam machte, lautete das Motto in Wallenhorst „Farbe bekennen!“. Mit der Botschaft „Nein zu häuslicher Gewalt“ trafen sich Bürgermeister Otto Steinkamp, Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Böert, Ratsmitglieder sowie die Vertreterinnen der Frauenverbände am Freitag, 24. November, und hissten die Flagge von „Terre des Femmes“ vor dem Rathaus.

So beteiligt sich auch Wallenhorst an der Fahnenaktion für ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen und Mädchen, die bundesweit von „Terre des Femmes“ jährlich zum 25. November veranstaltet wird.

Der 25. November ist seit 1999 von den vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag „Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ anerkannt. Bereits 1981 wurde auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen.

Weltweit – auch in der Bundesrepublik und in Stadt und Landkreis Osnabrück – gehören für viele Frauen und ihre Kinder Misshandlungen durch Ehemann, Ex-Partner, Bruder usw. zum Alltag. Frauen werden erniedrigt, gedemütigt, geboxt, gewürgt, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen oder Treppen hinuntergestoßen. Das Spektrum der Gewalt ist breit. Gewalt ist die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen, häufiger als beispielsweise Verkehrsunfälle. Der gefährlichste Ort für eine Frau ist statistische gesehen ihr eigenes Zuhause. Einkommen, Bildung, Alter, Nationalität und Religion sind dabei völlig belanglos. Männergewalt gegen Frauen und Mädchen kostet die Solidargemeinschaft jährlich 14,8 Milliarden Euro für Justiz, Polizei, ärztliche Behandlung und Arbeitsunfälle. Jährlich fliehen rund 45.000 Frauen in Frauenhäuser.

wa/pm, Foto: André Thöle

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