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Justizministerin referiert beim 60plus-Frühstück in Hollage

Barbara Havliza referierte beim 60plus-Frühstück in Hollage. Josef Thöle dankt ihr seitens der Kolpingsfamilie Hollage mit einem Präsent. Foto: Kurt Flegel / Kolpingsfamilie Hollage
Barbara Havliza referierte beim 60plus-Frühstück in Hollage. Josef Thöle dankt ihr seitens der Kolpingsfamilie Hollage mit einem Präsent. Foto: Kurt Flegel / Kolpingsfamilie Hollage
Das Frühstücksbüfett ist reichhaltig bestückt, ein Gast referiert zu einem interessanten Thema und der Saal des Philipp-Neri-Hauses ist voll besetzt. Seit zehn Jahren lädt die Kolpingsfamilie Hollage in diesem Rahmen ihre älteren Mitglieder zum 60plus-Frühstück ein. So auch am Donnerstag, 5. Dezember.

80 Personen sind da. 20 weiteren Interessenten musste wegen Platzmangels abgesagt werden. Als Referentin ist an diesem Morgen Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza zu Gast. Eigentlich hätte sie mit dem Fahrrad anreisen können. Doch vor dem Haus steht ihr gepanzerter Dienstwagen. Ihr Job sowie ihre ehemalige Tätigkeit als Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf und Vorsitzende des Senats für Staatsschutzsachen machen es erforderlich. Die Gerichtsverfahren mit gesamtgesellschaftlichem Hintergrund, an denen sie beteiligt war, hätten ihren Blick auf politische Fragestellungen geschärft, erklärt sie. „Deshalb habe ich mich als Quereinsteigerin für die Politik zur Verfügung gestellt.“

Unsere staatliche Ordnung sei die beste, die die Deutschen je in ihrer Geschichte gehabt hätten, sagt Havliza. „Alle Welt beneidet uns darum. Nicht nur um unsere Verfassung, sondern auch um die praktizierte Herrschaft des Rechts.“ Den Rechtsstaat gegen alle Angriffe zu verteidigen, sei ihr Ziel als Justizministerin. Die Unabhängigkeit der Justiz sei leider keine Selbstverständlichkeit. Neue nationalistische Strömungen – Polen, Ungarn, „America first“, Europakritik oder der Brexit – machten ihr Sorgen. Auch innerhalb Deutschlands. „Übersteigerter Nationalismus hat in der Geschichte immer ins Unglück geführt. Das kann man weltweit belegen“, warnt die Ministerin.

Für Fragen steht Havliza den Kolpingmitgliedern nach ihrem Vortrag gern zur Verfügung. Sie hat Zeit an diesem Morgen. So antwortet sie geduldig zu Themen wie Personalmangel in der Justiz, kriminelle Clans, Hetze in den sozialen Medien, Angriffe auf Rettungskräfte oder Drogenschmuggel per Drohne.

Josef Thöle, Leiter 60plus der Kolpingsfamilie Hollage, dankt ihr, dass sie sich die Zeit für den Vortrag genommen hat und überreicht ihr ein Präsent. Geschenke bekommt an diesem Tag aber nicht nur die Referentin. Auch die Gäste gehen nach dieser vorweihnachtlichen Ausgabe des 60plus-Frühstücks mit einem kleinen Präsent nach Hause.

A. Th., Foto: Kurt Flegel / Kolpingsfamilie Hollage

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Kolpingsfamilie Hollage

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Pressemitteilungen der Kolpingsfamilie Hollage. Diese Beiträge werden durch die Redaktion von „Wallenhorster“ grundsätzlich nicht gekürzt oder bearbeitet. Lediglich die Überschriften und ggf. Einleitungssätze werden von uns redaktionell angepasst. Profil-Foto: Kolpingsfamilie Hollage

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