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Ein großer Erfolg: Das Theaterfestival „Rulle vorwärts“

Für Begeisterung, Staunen und auch Nachdenklichkeit sorgte vom 13. bis 15. September das Theaterfestival „Rulle vorwärts“ unter der Leitung des Ruller Hauses und dem Musiktheater Lupe.

An die 300 Besucher schlossen sich an drei Abenden dem Theatertreck aus rund 80 Akteuren, darunter Amateure aus Ruller Vereinen und Verbänden sowie Einzelpersonen und professionelle Schauspieler, Artisten und Musiker. Die Botschaft des dreistündigen, bunten Spektakels mit acht Schauplätzen, Walking-Acts  und schauspielerischen Einlagen in und um Rulle: You´ll never walk alkone.

„Was läuft schief in der Welt und auch hier in Rulle? Und wie können wir es ändern?“ Darum ging es in dem Theaterfestival, das unter der Spielleitung von Katrin Orth und Ralf Siebenand im vergangenen Jahr entwickelt worden ist und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Lauter Stiftung gefördert wurde. Recherchen und Gespräche mit Ruller Bürgern hatten den Musiktheater Lupe –Machern viel Futter gegeben, was den Menschen auf der Seele brennt: Neben Wünschen wie einem Jugendzentrum oder einer vernünftigen Busverbindung in Rulle steht vor allem ein Thema an allererster Stelle: der Klimawandel. Ein brandaktuelles Problem also, das Orth und Siebenand mit Augenzwinkern, Selbstironie und vor allem mit viel Poesie auf die Straße und in viele versteckte Ecken von Rulle gebracht haben.

Bunter Theatertreck vom Ruller Haus bis zu den Helmichsteinen

Begleitet von 80 Akteuren folgten die Zuschauer vom Kind bis zum Senior dem Rat des Schamanen Erion, eine große Kugel wieder an ihren Platz zu legen, nachdem eine Expertenrunde besetzt mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kirche sowie den Umwelt- und Sozialverbänden auf der Naturbühne des Ruller Hauses keine Lösungsvorschläge bieten konnten. Nur dadurch könnten die Dinge wieder ins Lot kommen. Vom Ruller Haus ging es zu Fuß oder per Bus durch Wohnsiedlungen über die L 109 zur Ruine am Unländer Damm und von dort über den Hof Linnemann und Solveigs Hof bis zu den Helmichsteinen. Dort wurde im großen Finale die Kugel in ein Weidennest gelegt, das bereits vor anderthalb Jahren in einer ehrenamtlichen Pflanzaktion angelegt wurde: „Friday for future als Theaterstück“, brachte es eine junge Zuschauerin auf dem Weg das Geschehen in und um Rulle auf den Punkt.

Wunderliche und konkrete Begegnungen

Auf der Wanderung durch den Wallfahrtsort und seine Außenbezirke kam es immer wieder zu wunderlichen, aber auch ganz konkreten Begegnungen: Jugendliche, die lautstark mit bunten Plakaten für den Klimaschutz protestierten, Artisten von der Solàir Company, die das Publikum an der Wittekindhalle in schwindelerregender Höhe mit atemberaubenden Einlagen zum Staunen und Lachen brachten. Da war außerdem eine Tai-Chi-Tänzerin am Wegesrand, ein Ehepaar, das das Flüchtlingskrise auf dem Mittelmeer auf ihren privaten Bereich übertrug, die Tanzschule Rulle oder der Johanneschor, die für mystische Stimmung in der Ruine am Unländer Damm sorgten, eine ökologische WG auf Solveigs Hof oder eine Bauernfamilie, die den Theatertreck wie die Flüchtlinge nach 1945 mehr oder weniger willkommen hieß. Nicht zuletzt war da noch ein Grammophonbauer, gespielt von Georg Traber, der den Zuschauern vor allem eines vermittelte: „Immer in Bewegung bleiben. Immer Schritt für Schritt.“ Bei Getränken und Bio-Würstchen und zu Klängen der Happy Jazz Society klang das Festival im Hofgarten des Ruller Hauses in guter Stimmung aus.

Die Veranstalter zogen zum Ende des Festivalwochenendes ein positives Fazit.

C. Hal./pm, Fotos: Angela von Brill

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