Unzufriedenheit Die Linke Wallenhorst fordert, dass die grüne Wiese nicht verscherbelt wird

Fabienne Schröder, Lisa Böge, Lilith Lenze und Erik Frerker gründen die Linke Ortsgruppe Wallenhorst. Foto: Die Linke Wallenhorst
Fabienne Schröder, Lisa Böge, Lilith Lenze und Erik Frerker gründen die Linke Ortsgruppe Wallenhorst. Foto: Die Linke Wallenhorst
Die Linke Wallenhorst ist mit den aktuellen Plänen für die grüne Wiese nicht zufrieden und sieht großen Handlungsbedarf. Eine Pressemitteilung von Die Linke.

Wir, die Linke Wallenhorst, kritisieren die geplante Vollbebauung der Grünen Wiese scharf. Statt einer dichten Bebauung, die vorrangig privatwirtschaftliche Interessen priorisiert, fordern wir eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des Geländes mit sozialem, ökologischem und öffentlichem Mehrwert. „Für gemeinschaftlichen Wohlstand benötigen wir nicht nur neue Gebäude, die vornehmlich dem Zweck des wirtschaftlichen Gewinns eines „Investors“ dienen, sondern Orte, an denen die Bürgerinnen und Bürger in Wallenhorst zusammenkommen und verweilen können“, heißt es von Lisa Böge aus dem Vorstand der Ortsgruppe die Linke Wallenhorst. Vorgeschlagen wird daher, einen Teil des Areals zu einem öffentlichen Veranstaltungsort zu gestalten. Dort könnte ein attraktiver Aufenthaltsort entstehen, um Wallenhorst zu beleben. Bei der Gestaltung gäbe es beispielsweise von Grünflächen bis hin zu Sitzgelegenheiten viele Möglichkeiten, Wallenhorst für Jung und Alt zu bereichern. Im Besonderen müsse dabei die Barrierefreiheit beachtet werden.

Auch bei der Bebauung der übrigen Flächen fordern wir ein Umdenken. Erik Frerker, Vorstandsmitglied Die Linke Wallenhorst: „Statt die Grundstücke zu verkaufen, sollte die Gemeinde Eigentümerin bleiben und auf genossenschaftliche oder gemeindeeigene Bauformen setzen. Öffentlicher Grund darf nicht weiter privatisiert werden. Wir brauchen dauerhafte soziale Strukturen und gerade bei unserer Finanzlage keine kurzfristigen Renditeprojekte für Fremde.“

Kritisch sieht die Partei auch den geringen Anteil an geplanten Wohnungen mit Preisbindung. Der bisherige Vorschlag der Gemeinde sieht lediglich „wünschenswerte“ 20 % geförderten Wohnraum vor, was viel zu wenig ist „Bei Mieten von inzwischen 9 bis 10 Euro pro Quadratmeter ist das kein sozialer Fortschritt. Wir fordern, dass zusätzlich mindestens 60 % der neuen Wohnungen bezahlbar sein müssen, also unter 6 Euro pro Quadratmeter. Nur so schaffen wir echten Wohnraum für alle Menschen. Gerade angesichts der aktuellen Schätzungen von rund 260 fehlenden Wohnungen in Wallenhorst wäre eine rein renditeorientierte Bebauung mit 5 Sterne Hotel eine vertane Chance“, erklärt Alexander Mack, Mitglied von Die Linke Wallenhorst.

Darüber hinaus fordert Die Linke Wallenhorst, dass das Projekt mit dem alten Konzept bis zur Kommunalwahl nicht in die falsche Richtung weitergeführt wird. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Möglichkeit haben, sich mit ihrer Stimme für eine alternative Entwicklung auszusprechen. Nach der Wahl muss die neue Vertretung das Projekt transparent, unter öffentlicher Beteiligung und ohne „Investor“ endgültig zum Abschluss bringen. Ideen zu Gesellschaftsräumen sowie
Veranstaltungsorten wären gerade für junge Menschen von großer Bedeutung.

Dieses Gelände bietet die Chance, nach Jahrzehnten ein tatsächlich soziales Wohn- und Gemeindeprojekt zu verwirklichen. Hier könnte die Gemeinde im großen Stil zeigen, dass sozialer Wohnungsbau, gesellschaftlicher Wohlstand und Lebensqualität keine Widersprüche sind, wenn man den Mut hat, vernünftig zu planen.

Erik Frerker
Die Linke Wallenhorst
erik.frerker@dielinke-os-land.de
Kontaktaufnahme: Instagram – die Linke Wallenhorst

Über den Autor

Die Linke Ortsgruppe Wallenhorst

Pressemitteilungen der Partei „Die Linke“ in Wallenhorst. Diese Beiträge werden durch die Redaktion von „Wallenhorster“ grundsätzlich nicht gekürzt oder bearbeitet. Lediglich die Überschriften und ggf. Einleitungssätze werden von uns redaktionell angepasst. Profil-Foto: Die Linke.