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Wallenhorst auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde

Das Interesse an der Bohne und anderen Produkten sowie ihren Produktions- und Handelsbedingungen möchte die Arbeitsgruppe Fairtrade in Wallenhorst wecken. Foto: André Thöle
Das Interesse an der Bohne und anderen Produkten sowie ihren Produktions- und Handelsbedingungen möchte die Arbeitsgruppe Fairtrade in Wallenhorst wecken. Foto: André Thöle / Gemeinde Wallenhorst
Seit vielen Jahren nutzen Wallenhorster Institutionen und Verbände Fairtrade-Produkte oder bieten diese zum Kauf an. Um Kräfte zu bündeln, hat die Gemeindeverwaltung eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Das erklärte Ziel: Wallenhorst als „Fairtrade-Town“ auszeichnen zu lassen.

Fairtrade ist „in“ in Wallenhorst: Die Katholische Kirchengemeinde St. Alexander, die in den Räumlichkeiten ihrer Bücherei fair gehandelte Waren aller Art anbietet oder die Evangelische Andreasgemeinde, die das Thema Fairtrade bereits seit Jahren in den Konfirmationsunterricht einbezieht. Auch im Angebot mehrerer Wallenhorster Einzelhändler finden sich Produkte mit Fairtrade-Siegel.

Die Gemeinde Wallenhorst möchte dieses Engagement nun unterstützen und geht dabei selbst mit gutem Beispiel voran. So werden bei Sitzungen oder Veranstaltungen im Rathaus beispielsweise seit einiger Zeit Kaffee und Tee aus fairem Handel sowie regional produzierte Kaltgetränke serviert.

Arbeitsgruppe Fairtrade

Um die Kräfte zu bündeln, hat die Gemeindeverwaltung eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Zum Auftakt dieses Kreises trafen sich Elisabeth Brüggemann (Eine-Welt-Gruppe St. Alexander), Pastor Friedemann Keller (Ev.-luth. Andreasgemeinde), Dr. Arnulf Nüßlein als Vertreter des Rates der Gemeinde Wallenhorst und Wirtschaftsförderer Frank Jansing, der das Thema Fairer Handel im Rathaus als Koordinator betreut.

Jansing berichtete zunächst, inwieweit das Thema Fairtrade bereits in Wallenhorst verbreitet sei. Auf ein Anschreiben an Unternehmen, Vereine und Institutionen hätten sich 25 Personen gemeldet, die Fairtrade in Wallenhorst bereits unterstützen oder entsprechende Produkte verkaufen würden, so der Wirtschaftsförderer. Die Arbeitsgruppe verständigte sich schnell darauf, nicht nur Produkte mit dem „Fairtrade-Siegel“ zu berücksichtigen, sondern auch von anderen Stellen wie GEPA zertifizierte Waren, die für faire Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Arbeiterinnen und Arbeitern sowie Kleinstbauern in Dritte-Welt-Ländern oder vorbildliche Umweltbedingungen stehen. Vor Ort und damit auch in Wallenhorst sollten zudem lokal bzw. regional hergestellte Produkte ebenfalls bevorzugt werden.

Wer möchte sich engagieren?

Als nächsten Schritt wollen die Mitglieder der Arbeitsgruppe zum einen weitere Personen ansprechen, die sich zum Thema Fairtrade engagieren möchten. Interessierte können sich gerne bei Frank Jansing (Telefon 05407 888-815, E-Mail frank.jansing@wallenhorst.de) oder den anderen Gruppenmitgliedern melden. Zum anderen ist es der Arbeitsgruppe wichtig, dass Aktionen und Projekte zum Thema Fairtrade nicht nur initiiert werden, sondern auch verstärkt in der Öffentlichkeit präsent sind. So wird die Eine-Welt-Gruppe am Pfingstmontag (10. Juni) mit einem Stand beim Mühlentag an der Lechtinger Mühle vertreten sein. Sie wird dort nicht nur fair gehandelte Waren verkaufen, sondern Interessierte auch zum Thema Fairtrade informieren.

Fairtrade-Town Wallenhorst

Als mittelfristiges Ziel möchte die Arbeitsgruppe die Möglichkeit prüfen, Wallenhorst als „Fairtrade-Town“ auszeichnen zu lassen. Hierzu sind noch einige Aktionen und weitere Engagierte erforderlich. Die Gruppe ist sich jedoch sicher, dass dieses gelingen kann, wenn sich die vielen bereits aktiven Unterstützerinnen und Unterstützer von Fairtrade untereinander austauschen und zusammen an einem Strang ziehen.

F. Ro. mit wa/pm, Foto: Gemeinde Wallenhorst / André Thöle