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„Schöne Töchter“ und mehr beim 33. Hollager Pfingstturnier

Eine Nachlese zum 33. Pfingstturnier von Blau-Weiss Hollage und ein kleiner Ausblick.

Ein besseres Kompliment gibt es abseits des Fußballs wohl kaum. Der Mannschaftskapitän vom Turniersieger Hertha BSC ließ sich bei der Siegerehrung vom Turnierleiter das Mikrofon geben und sagte: „Berlin ist ja eine Großstadt, aber ihr habt hier echt schöne Töchter!“

Ja, wenn das ein 15jähriger Junge aus der Bundeshauptstadt sagt, sollte man ihm uneingeschränkt glauben. Und wenn man die hübschen Mädels am Sportplatz flanieren sah, wie übrigens in jedem Jahr, dann muss man ihm wohl Recht geben. Immerhin erhielt er neben dem Gelächter auch anerkennenden Beifall – besonders von den Jungs der anwesenden Teams.

Dies ist nur eine von zahlreichen erwähnenswerten Geschichten, die sich rund um das 33. Internationale Pfingstturnier am Benkenbusch ereigneten. So auch beim Aufbau am Freitagabend. Da kam nämlich ein „Bautrupp“ aus Brockhausen unter Leitung von Christian Böwer mit „schwerem Gerät“ angefahren und baute ein Riesenzelt über den Buden auf dem Parkplatz vor der Alten Turnhalle auf. Und das war gar nicht so einfach, denn das große Zelt musste nach allen Seiten gesichert werden. Dazu dienten an 4 Seiten je ein großer Behälter mit 4.000 Liter Wasser, also 4 Tonnen. Das reichte aber längst nicht aus, und so bediente man sich der Einfachheit halber 3er Laternenmasten, die wohl eher ungewollt aber sehr passend dort standen. Neben dem eigenen Aufbauteam waren noch mindestens 8 weitere Helfer nötig, die die zahlreichen Seile an den 4 Seiten halten mussten. Dann war es geschafft, und alle Anwesenden waren des Lobes voll.

Und dieses Zelt war dann auch ein echter „eyecatcher“, also ein Hingucker. Wir vom InterCTeam (ICT) wurden des Öfteren am Samstag und Sonntagmorgen darauf angesprochen. Schade, dass dann nach der Siegerehrung am Sonntag starker Wind aufkam, der das gigantische Zelt bedenklich ins Wanken brachte. Und als sich der erste Laternenmast verbog und gleich darauf die anderen zwei, sahen Christian und seine Mannen sich gezwungen, dies tolle Schmuckstück abzubauen, um Schlimmeres zu verhindern. Wie gesagt war das sehr bedauerlich, denn wir hätten gern die Meinungen der vielen Zuschauer dazu gehört.

Mittlerweile ist mit der Gemeinde geklärt, wie weiter zu verfahren ist, und dabei ist klar, dass wir zunächst die 3 Masten ersetzen. Außerdem möchten wir gern feste Halterungen einbetonieren, an denen die Seile im nächsten Jahr befestigt werden können. Denn eins ist klar: bei der Nachbesprechung am 14. Juni waren alle ICT-Mitglieder einer Meinung: das Zelt muss nächstes Jahr wiederaufgebaut werden. Immerhin macht es laut Präsident Gerd Strößner „aus Regen Nieselregen!“

Wenn das ICT über sogenannte Einlagen in der Pause am Sonntag zwischen Vor- und Zwischenrunde nachdenkt, ist es mittlerweile ziemlich schwierig, etwas Neues und für die Zuschauer Attraktives zu präsentieren. In diesem Jahr nun hatte Hendrik Renken die Idee, einmal ein Bubble-Ball-Match zwischen 2 B-Jugend-Teams durchzuführen. Er besorgte nach einiger Internet-Recherche schließlich die lustig anmutenden Bubble-Bälle von Concordia Belm-Powe, denen ich hier noch einmal herzlich danke für das Bereitstellen dieses ziemlich futuristischen Outfits. In einem Spiel von 16er zu 16er kämpften 2 Teams unserer B2 und B3 gegenein-ander, und die zahlreichen lustig anmutenden Stürze mit nachgereichten Dreifachrollen riefen Lachsalven im 20-Sekunden-Takt. Allein dies war das Zuschauen wert, und das Ergebnis war somit eigentlich nur Nebensache und wird hier auch nicht erwähnt.

Mittlerweile zur Tradition geworden ist die Teilnahme unserer polnischen Freunde von OKS Stomil Olsztyn, ehemals Allenstein. Die gesamte Organisation lag wie in den Vorjahren in den bewährten Händen unserer ehemaligen Landtagsabgeordneten Irmgard Vogelsang, der ich im Namen des ICT noch einmal ausdrücklich für ihr tolles Engagement danke. Ebenso bedanke ich mich bei Kolping Rulle für die Aufnahme und Verpflegung des polnischen Teams. Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, zumal die Polen von Freitag bis Dienstag im Kolpinghaus in Rulle gewohnt haben. Und hier waren meine Frau Ria und ich am Dienstagabend zur Verabschiedung von OKS mit vorherigem Grillen eingeladen. Als sie gegen 20 Uhr abgereist waren, saßen wir mit den Kolpingern noch zusammen und genossen eine polnische Spezialität in ziemlich kleinen Gläsern. Und da kam die Frage auf, wen wir denn da mitgebracht hätten. Es waren Gilbert und Evelyne Chevalier aus Frankreich. Er war 1988 beim 4. Turnier als Trainer von Intrépide d`Angers dabei gewesen und seitdem sind wir sehr eng befreundet. Und um ihn etwas näher zu beschreiben fiel mir eine ziemlich kuriose Geschichte ein. Mit seiner ersten Frau Annique hat er 3 Söhne, und die Namensgebung war wie folgt: wird das erste Kind ein Junge, darf er den Namen geben und umgekehrt. Es wurde ein Junge, und Gilbert nannte ihn Johann (wegen des Weltklassefußballers Johann Cruyff). Das zweite Kind war wieder ein Junge, sie nannte ihn Emanuel. Auch das dritte war ein Junge, und er nannte ihn Kevin (Kevin Keagan, England, HSV). Fazit: Nur Emanuel konnte Fußball spielen, war 2 Jahre nacheinander beim Turnier in Hollage dabei und bekam später einen Profivertrag beim FC Nantes.

Ja, so spielt das Leben, und auch in Rulle sorgte diese Familiengeschichte für große Heiterkeit.

Auf der traditionellen Dankeschönfete am Freitag nach Pfingsten, zu der immer alle fleißigen Helfer eingeladen sind, bedankte sich der ICT-Leiter für die tolle Unterstützung und gab der Hoffnung Ausdruck, dass diese Unterstützung auch in den nächsten Jahren noch gegeben wird.

Nur mit der Hilfe von der Kommune, den Gasteltern, den Sponsoren und vielen Helfern auf den unterschiedlichsten Feldern ist es für uns möglich, das Turnier in dieser bewährten Form durchzuführen.

Freuen wir uns also schon jetzt auf die 34. Ausgabe des Internationalen Pfingstturniers vom 19. bis 21. Mai 2018.

Peter Papke, Fotos: André Thöle und Peter Papke

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