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Die Schlager-Polizei geht am 30. Oktober wieder auf Streife

Die Schlager-Polizei (von links): Heino Haselnuss, Eddy Koteletti und Christian Cordalis (alias Ralf Müller, Thomas Steinkamp und Christian Böwer). Foto: Markus Böwer
Die Schlager-Polizei (von links): Heino Haselnuss, Eddy Koteletti und Christian Cordalis (alias Ralf Müller, Thomas Steinkamp und Christian Böwer). Foto: Markus Böwer
Eine Nachricht verbreitet sich zurzeit rasend schnell in Wallenhorst / Osnabrück und Umgebung über die sozialen Medien, in WhatsApp-Gruppen und von Mund zu Mund: Die Schlager-Polizei geht wieder auf Streife. Schlager-Polizist Christian Cordalis verrät im Interview Details.

Am Freitag, 30. Oktober, auf den Tag genau zehn Jahre nach ihrem grandiosen Abschiedskonzert im großen Hollager Festzelt, geben sich Heino Haselnuss, Eddy Koteletti und Christian Cordalis (alias Ralf Müller, Thomas Steinkamp und Christian Böwer) die Ehre, für einen Abend in den aktiven Streifendienst zurückzukehren. Einsatzort ist das Alando Ballhaus in Osnabrück.

Interview mit Christian Böwer (alias Schlager-Polizist Christian Cordalis)

Herr Cordalis, seit zehn Jahren genießen Sie und Ihre Kollegen Ihren musikalischen Ruhestand. Wie geht es Ihnen?

Ausgezeichnet! Es war damals genau der richtige Zeitpunkt, aufzuhören. Wir haben in den letzten 10 Jahren dadurch mehr Zeit für unsere Familien gehabt und konnten uns beruflich weiterentwickeln.

Auf den Tag genau 10 Jahre nach Ihrem großen Abschiedskonzert wollen Sie noch einmal auf Streife gehen. Wie kam es dazu?

Die Idee hatte Heino Haselnuss. Er sagte Eddy und mir, dass wir in dieser trostlosen Corona-Zeit ein Zeichen setzen sollten, damit die Osnabrücker etwas Normalität und Lebensfreude zurückbekommen. Ehrlich gesagt bestand sehr schnell Einigkeit, dass wir für einen einmaligen Auftritt zurück auf die Bühne gehen. Zunächst haben wir dabei an ein Open-Air gedacht. Allerdings war uns klar, dass wir etwas Vorlauf benötigen, um die Stimmen wieder in Schwung zu bringen. Deshalb rückte der Herbst in den Fokus und ein Open-Air schied witterungsbedingt aus. Dann war uns klar, dass das Konzert am 30.10. stattfinden muss, exakt 10 Jahre nach dem Abschiedskonzert. Das Alando Ballhaus bietet als Location optimale Rahmenbedingungen für uns.

Das Konzert soll an Tischen und mit Tischbedienung stattfinden. Ist das Ihrem hohen Rentenalter geschuldet?

(lacht) Könnte man meinen! Nein, diese Regelung gehört zum ausgeklügelten Hygienekonzept. Wer den Betreiber Frederik Heede kennt, weiß, dass er alle Vorbereitungen bis ins letzte Detail genau plant, damit die Veranstaltung ein Erfolg wird und in Corona-Zeiten die Gesundheit der Gäste optimal geschützt wird.

Dann sind die Tickets vermutlich streng limitiert. Wie viele Fans haben die Möglichkeit, dabei zu sein?

Nach den niedersächsischen Auflagen und der Größe des Ballhauses können unter Abstandswahrung leider nur ein Bruchteil der normal gültigen Gäste teilnehmen. Die genaue Anzahl kenne ich nicht mal. Da es aber im Vergleich zu sonst nur sehr wenige Ticktes gibt, sollten Interessierte nicht lange zögern.

Bei Ihren letzten Auftritten drängten sich jeweils 3.000 und mehr Menschen vor der Bühne. Planen Sie schon Zusatztermine im Ballhaus?

Nein, wir warten entspannt die Entwicklung im Vorverkauf ab. Interessant ist, dass die Veröffentlichung in den Sozialen Medien bereits in den ersten Stunden ein gewaltiges Echo erzeugt hat. Als wir 2010 aufgehört haben, gab es Instagram noch nicht. Insofern sind die Reaktionen im Netz für uns Neuland, obwohl wir natürlich auch nicht hinter dem Mond leben.

Ihr Liedgut kann jeder mitsingen. Und das haben Ihre Fans bisher auch stets lauthals getan. Ist das in Corona-Zeiten angezeigt?

Nein, uns liegt natürlich die Sicherheit unserer Fans sehr am Herzen. Zum allgemeinen Schutz der Gäste ist eher mitsummen und vor allem zuhören und zusehen angesagt.

Sie haben bislang Ihre Fangemeinde vor der Bühne leidenschaftlich animiert, kräftig mitzufeiern. Wie wollen Sie es schaffen, selbst auf die Bremse zu treten?

Der Auftritt wird ein völlig anderer werden, wie wir es in 13 Jahren Schlager-Polizei gehalten haben. Wir werden das Publikum von Beginn an darauf einstellen, den Abend einfach zu genießen. Ein bisschen so wie früher bei „Wetten, dass…?“, wenn die ganze Familie auf dem Sofa saß. Keiner hat mitgesungen, aber alle waren begeistert. Auf der Bühne werden wir alles geben, sodass es auch unter diesen besonderen Umständen ein ganz toller Abend werden wird.

Wo sind die Tickets erhältlich und was kosten sie?

Tickets gibt es online unter www.alando-palais.de, sowie als Print im Alando Palais und bei der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Eintrittskarten kosten 15 Euro zzgl. VVK-Gebühr.

Was gibt es seitens der Gäste während des Konzertes zu beachten?

Es wird fest zugewiesene Plätze geben. Insofern macht es Sinn, dass sich Gruppen für 10er-Tische im Vorfeld zusammenschließen und die entsprechenden Plätze buchen. Beim Konzert gelten die bekannten Abstandsregelungen. Wer zur Toilette oder Garderobe geht, trägt seine Maske. Am Platz selbst herrscht wie im Restaurant keine Maskenpflicht.

Mit Verlaub: Wenn man das Plakat mit dem Ihres Abschiedskonzertes vergleicht, kann man feststellen, dass die Zeit auch an den „Herren, die für Recht und Ordnung sorgen in der norddeutschen Partyszene“, nicht spurlos vorbeigegangen ist. Die Haare sind grauer geworden. Sie sind – sagen wir – reifer geworden. Fühlen Sie sich fit, um wie gewohnt bis in die frühen Morgenstunden auf der Bühne zu stehen oder wird DJ Matze, der Ihren Auftritt begleitet, den Hauptteil übernehmen?

(lacht) Dazu muss ich eine kleine Geschichte erzählen: Die Plakate für den Auftritt sollten schnell in den Druck gehen. Deshalb wurden wir gebeten, umgehend ein Foto abzugeben. Als wir dann den ersten Plakatentwurf mit unserem 10 Jahre alten Pressefoto gesehen haben, fragten wir uns, wer diese 3 Studenten auf dem Bild sind. Uns war klar, dass wir doch noch schnell ein neues Foto schießen mussten. Um auf die Frage zurückzukommen: Ja, wir sind absolut fit. Erfahrungswerte aus 2019 von der Jubiläumsparty „40 Jahre OsnabrückHalle“ geben uns ein sehr gutes Gefühl.

A. Th., Foto: Markus Böwer

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