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Kommentar zum Investor-Aus Warum die Grüne Wiese kein Park werden sollte

Ein Kommentar von Markus Noldes

Wohl jede Gemeinde hat sie: Eine unendliche Geschichte, ein Projekt, dass irgendwie nicht voran geht. Wallenhorst hat gleich zwei davon – die A33 und die Grüne Wiese. Letztgenannte machte kürzlich wieder Schlagzeilen, da ein Investor abgesprungen ist. Die Reaktionen vieler Bürgerinnen und Bürger: Das Projekt einfach abbrechen und einen schönen Park bauen.

Keine Frage: Ein toller Park an dieser zentralen Stelle würde die Attraktivität unseres Ortskerns enorm aufwerten. Aber leider würde er der Gemeinde auch viel Geld kosten – nicht nur fürs Errichten, sondern auch weil perspektivisch Einnahmen fehlen würden, die das “Filetgrundstück” einbringen könnte. Das es nur wenige Meter weiter bereits eine gelungene Parkanlage gibt, ist vielleicht noch nicht jedem bewusst. Mit dem Naturerlebnisraum Hofstelle Duling ist ein toller, naturnaher Park entstanden, der wenig Wünsche offen lässt.

Es muss mit Geduld entschieden werden!

Aber zurück zur Grünen Wiese: Natürlich fühlen sich solche Meldungen unschön an und man hat das Gefühl, die Gemeinde kommt nicht voran. Aber es geht hier nicht um irgendein Baugrundstück. Was hier passiert, wird das Bild unseres Ortskern enorm prägen. Ein unüberlegter Schnellschuss, eine Bauruine oder eine Planung am Bedarf der Gemeinde vorbei hätte katastrophale Auswirkungen. Hier muss mit klarem Kopf und Geduld entschieden werden. Die Möglichkeiten hoher Einnahmen durch Wohnungen oder Geschäftsräume an dieser Stelle sind zu wichtig, als das man dies einfach beiseite wischen kann.

Denn derzeit drücken 48 Millionen Euro Schulden (Stand Ende 2025). Doch wer sich unsere Schulen, Mensen und Kitas anguckt, weiß, dass hier schon in die Zukunft investiert wurde. Aber es braucht auch Einnahmen, um diese gegenfinanzieren zu können. Und in diesem Fall zählt die Grüne Wiese mit ihrer zentralen Lage zu den attraktivsten Fläche in der Gemeinde – sowohl für Menschen, die Wohnraum suchen, als auch für Unternehmen.

Ja, wir alle wünschen uns Erfolgsmeldungen, aber manche Prozesse sind komplex und brauchen viel Zeit. Man darf zurecht Prozesse kritisieren oder eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger fordern. Wer jedoch fordert, dass hier ein Park oder eine andere Freizeitanlage entsteht, sollte sich intensiver mit dem großen Ganzen beschäftigen. Denn das, was für einen persönlich vielleicht schön wäre, ist nicht immer gleichbedeutend mit der perspektivisch besten Lösung.

This post was last modified on 15. Juni 2026 23:53

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Markus Noldes

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