„Häusliche Gewalt geht uns alle an – eine aufmerksame Nachbarschaft ist die beste Prävention“, sagt Kornelia Böert. Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst
Durch mangelnde soziale Kontrolle und zunehmende häusliche Isolierung werde zudem der Zugang zu Polizei, Unterstützungsangeboten und Justiz für Betroffene erheblich erschwert. Deshalb sei gerade jetzt nachbarschaftliche Solidarität gefragt, sagt Kornelia Böert. „Wir alle sind gefragt, genauer hinzuhören und Zivilcourage zu beweisen, natürlich ohne uns selbst dabei in Gefahr zu bringen“, so Wallenhorsts Gleichstellungsbeauftragte. Häusliche Gewalt nehme in Krisenzeiten zu. Die häusliche Isolation, verbunden mit existenziellen Sorgen und Nöten, erhöhe das von Partnern und Vätern ausgehende Gewaltrisiko für Frauen und Kinder. Social Distancing, Homeoffice sowie Kita- und Schulschließungen würden zudem dafür sorgen, dass die Betroffenen noch weniger persönliche Hilfe suchen könnten und dass ihre Verletzungen niemandem auffallen würden.
Die Koordinierungsstelle „Häusliche Gewalt“ beim Landespräventionsrat Niedersachsen im Niedersächsischen Justizministerium hat dazu gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Kampagne „Hast du das auch gehört?“ entwickelt. Unter dem Motto „Eine aufmerksame Nachbarschaft ist die beste Prävention“ umfasst die Kampagne wesentliche Tipps zum Umgang mit häuslicher Gewalt in der Nachbarschaft:
wa/pm, Foto: Thomas Remme / Gemeinde Wallenhorst
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