Die Gemeinde ruft aufgrund der Trockenheit und Hitze zum Wassersparen auf. Motivfoto: by Ralph from Pixabay
Das aktuelle Wetter mit hohen Temperaturen und wenig Niederschlag, bringt die Trinkwasserversorgungsunternehmen an ihre Grenzen. Darum ruft die Gemeinde zum Wassersparen auf.
Die anhaltende Hitzewelle führt in der Region Osnabrück zu einem kritischen Anstieg des Wasserverbrauchs, in Wallenhorst beispielsweise um 30 bis 40 Prozent seit Mitte Juni. Durch die Kombination aus fehlenden Niederschlägen und erhöhter Entnahme zum Beispiel durch Bewässerung sinken die Grundwasserstände rapide. Dies belastet die Ökosysteme schwer.
„Besonders durch stärkere Gartenbewässerungen, durch häufigeres Duschen bei hohen Temperaturen und Poolbefüllungen summieren sich die Verbräuche“, erklärt Martina Fänger, technische Leiterin der Wasserversorgung Wallenhorst. „Die Pumpen laufen auf Hochtouren und pausieren kaum noch. Im schlimmsten Fall drohen Versorgungsengpässe. Das müssen wir verhindern – auch, um jederzeit ausreichend Löschwasser für die Feuerwehr bereitzuhalten.“
Jeder solle deshalb einmal überdenken, was tatsächlich notwendig ist. Durch die wiederkehrenden Appelle auch seitens der Stadt und des Landkreises Osnabrück sollte inzwischen jedem bekannt sein, wie er oder sie den Verbrauch in Haushalt und Garten drosseln kann. Besonders Gartenbesitzer können noch einmal überlegen, ob sie nicht dauerhaft Regenwasser zur Bewässerung auffangen können – das vertragen die Pflanzen zudem deutlich besser als kaltes Leitungswasser. Zur Einordnung: Rund 800 Liter verbraucht ein Rasensprenger pro Stunde – so viel, wie eine Person für gewöhnlich in einer ganzen Woche benötigt. Falls eine Bewässerung notwendig ist, sollte diese ausschließlich in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden erfolgen, um die Zeiten mit Spitzenverbräuchen zu entschärfen.
Hinzu kommt, dass die Entnahmemengen für öffentliche Brunnen streng reglementiert sind: Die Untere Wasserbehörde vergibt ein Wasserrecht für jeden Brunnen und setzt damit fest, wie viel Kubikmeter diese pro Stunde, Tag und Jahr fördern dürfen, damit jeder etwas von unserem kostbaren Gut abbekommt. Auch hierdurch sind den Wasserversorgern Grenzen gesetzt.
Noch seien die Versorgung gesichert. Doch halten die extremen Verbräuche an, sind behördliche Verbote in den kommenden Wochen nicht auszuschließen.
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