Die Polizei im Einsatz. Symbolfoto: MagnusGuenther / Pixabay
Am Freitag, 21. August, war der Wallenhorster erstmalig zu Wort gekommen. Bereits im Vorfeld hatte er gesagt, dass er sich während des Prozesses äußern möchte. In seinen Ausführen war von vielschichtigen privaten Problemen die Rede. So habe es am Tattag eine Art Kurzschlussreaktion gegeben, in der er nach einem Messer griff und seine Frau mehrfach niederstach. Er sei sich vorgekommen wie in einem Film, schilderte er seine Wahrnehmung der Tat.*
Die Mordwaffe habe er zusammen mit seinem T-Shirt in eine Tüte gepackt und bei einem Zwischenstopp in den Müll geworfen. Der Mann war nach der Tat mit einem der Drillinge zu einem Rehaaufenthalt aufgebrochen, habe es aber während der Fahrt nicht mehr ausgehalten und sei dann zum Haus zurückgekehrt.
Damit stehen die Ausführungen des Angeklagten im Widerspruch zur Anklage. Diese geht von einem heimtückischen Mord aus, da der Angeklagte das Opfer bewusst zum Tatort gelockt haben soll. In seinem Statement beschreibt der 46-Jährige die Tat eher als spontane Reaktion. Dementsprechend bleibt zu klären, ob es sich um einen Mord oder eine Tötung handelt.
*Wir verzichten an dieser Stelle bewusst zu Details der Tat und der privaten Probleme, um unsere journalistische Pflicht mit dem Schutz für die Familie des Opfers in Einklang zu bringen.
Text: Markus Noldes / Symbolfoto: MagnusGuenther / Pixabay
This post was last modified on 21. August 2026 22:01
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